Tipp fürs Autoradio: drei amerikanische Legenden in einer
Die Brüder George und Ira Gershwin sind Legenden der US-amerikanischen Musik, die für die Neue Welt stehen wie kaum jemand sonst. Und bis heute gehören ihre Lieder zu den am meisten interpretierten auf dieser Welt. Dieser Tage wagt sich eines der größten Genies der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts daran, sich die Stücke der Gebrüder neu vorzustellen.
Was genau unter der Neuvorstellung oder den neuen Vorstellungen verbergen soll, bleibt wohl noch für ein paar Tage ein Geheimnis, das die Öffentlichkeit ab Mitte August zu ergründen wagen darf. Dann nämlich erscheint Brian Wilsons neues Album „Reimagines Gershwin“, auf dem er zwölf Klassiker aus den Federn von George und Ira Gershwin neu interpretiert. Darunter werden sich zwei neue „Kollaborationen“ finden, die auf Wilsons Homepage selbst in Anführungszeichen angeführt werden. Wie diese genau aussehen, wissen bislang nur wenige, doch es sind keine zwei Monate mehr, bis das Wissen darum die Insiderkreise verlässt. Als Mastermind hinter den Beach Boys, die 1965 „Pet Sounds“ veröffentlichten – für viele Journalisten das beste Pop-Album überhaupt – hat Wilson für viele nicht nur den Status des genialen Komponisten und Arrangeurs inne, sondern auch jenen des traurigen, psychisch labilen Mannes am Rande des Wahnsinns. Lange war es still um ihn, bis er vor ein paar Jahren „Smile“ neu aufnahm und veröffentlichte – das sagenumwobene Beach-Boys-Album, das nie erscheinen sollte. Entstanden ist Smile in enger Zusammenarbeit mit Van Dyke Parks , der sich seinerseits intensiv mit der Geschichte amerikanischer Populärmusik im weitesten Sinne auseinandersetzte (ohne dass seine Nachbauten jemals zu Karikaturen verkommen wären), wie auf seinen Alben nachzuhören ist.