Von der Nähmaschine zum Opel-Laubfrosch
Die Adam Opel GmbH gilt heute mit rund 25.000 Beschäftigten als einer der größten deutschen Fahrzeughersteller und hat neben seinem Unternehmenssitz in Rüsselsheim drei weitere Fabriken in Deutschland. Opel-Automobile haben weltweiten Ruhm, jedoch wissen die wenigsten, welch lange Unternehmensgeschichte hinter der heutigen Präsenz steht.
Angefangen hat alles in Rüsselsheim. Dort wurde Adam Opel geboren, machte bei seinem Vater eine Lehre als Schlossermeister und ging danach auf die Gesellenwanderschaft, die ihn nach Paris brachte. Zusammen mit seinem Bruder Georg landete er nach unterschiedlichen Beschäftigungen in einer Nähmaschinenfabrik und war dort fünf Jahre beschäftigt, bis er 1862 nach Rüsselsheim zurückkehrte. In diesem Jahr begann Adam Opel in der väterlichen Werkstatt mit dem Bau der ersten Opel-Nähmaschine.
Ein Jahr später machte er sich selbstständig und musste seinen Lebensunterhalt erstmals mit der Herstellung von Weinverkorkmaschinen verdienen, da die Fertigung der Nähmaschinen zu viel Zeit in Anspruch nahm. Die Heirat zu einer Fabrikantentochter verhalf ihm später zum nötigen Kapital, so dass er im gleichen Jahr seine eigene Firma „Näh Maschinen. Fabrik von Adam Opel“ gründete. Bis 1880 wurden insgesamt 20.000 Nähmaschinen hergestellt. 1895 starb Opel und seine Frau führte gemeinsam mit den aus der Ehe entstandenen fünf Söhnen das Unternehmen fort. Um 1900 wurde klar, dass die Zukunft des Opel-Werkes nicht in der Produktion von Nähmaschinen bestand und der Rest an Nähmaschmaschinen wurde billigst an Großhändler und nach Übersee verkauft.
Nach Nähmaschine kommen Fahrrad und Automobil
Parallel zur Nähmaschinenherstellung hatte Opel 1886 mit der Produktion von Fahrrädern begonnen. Zu verdanken hatte Opel dies seinen fünf Söhnen, die keine Ruhe gaben, bis Papa 1886 das erste Opel-Fahrrad fertiggestellt hatte. Die fünf Opel-Söhne waren es auch, die als erfolgreiche Radrennfahrer die Opel-Räder zu internationalem Ruf brachten.
Nach dem Tod Adam Opels begannen seine Söhne mit der Produktion von Autos, was ihr Vater nie selbst tun wollte. Sie kauften die „Anhaltische Motorwagenfabrik“ und produzierten von Anfang an verschiedene Karosserie-und Motorvarianten, darunter auch einen Lieferwagen, der bis zu 40km/h schnell fuhr.
1902 kam die erste Opel-Eigenproduktion mit einem 1,9-Liter-Zweizylinder-Ottomotor auf den Markt. 1904 entwickelte Opel den ersten Vierzylinder, der immer weiter entwickelt wurde, bis man in der technischen Entwicklung beim legendäre Opel-Laubfroch in den Jahren 1924-1931 angelangte. Und den kennen die meisten schon.
Auch der Rest der Unternehmensgeschichte ist den meisten wohl bestens bekannt, da jedwede Information um den Automobilhersteller seit Jahrzehnten durch die Presse geht. Die heutige Popularität und der Erfolg resultiert also aus einer langen Geschichte und steht für familiäre Tradition. Und die verschiedenen Opel Modelle sind in spezialisierten Autohäusern wie dem Opel Nürnberg zu bestaunen. Na, erkennen Sie nun mit diesem Wissen die Verbindung von einem Opel zu einer Nähmaschine?