Bürgschaften für die Sicherung von Arbeitsplätzen
Nach dem Ende der Wirtschafts- und Finanzkrise sind die Folgen immer noch deutlich spürbar, denn die Jahresergebnisse 2009, die jetzt veröffentlicht werden, zeigen wie hart die Unternehmen tatsächlich von der Krise getroffen wurden. Bei den Autobauern geht es zurzeit nicht nur darum wieder auf einen grünen Zweig zu kommen und das Krisenjahr 2009 hinter sich zu lassen, sondern auch darum mit neuen innovativen Ideen zu punkten und die Konkurrenz hinter sich zu lassen.
Daran arbeiten sie derzeit mehr als fleißig und jeden Tag liest und hört man in den Medien von den Vorhaben der Autobauer, die dafür sorgen sollen, dass die Autos der Zukunft umweltfreundlicher werden. In Großbritannien unterstützt die Regierung die Entwicklung von umweltfreundlicher Technologie mit Bürgschaften, die bereits Ford und Nissan zugekommen sind. In Zukunft soll es also die neuen Modelle des Ford Kadea und des Nissan Micra mit weniger Kraftstoffverbrauch und Treibhausgasemission geben. Der amerikanische Autobauer wird von der britischen Regierung ganze 400 Millionen Euro bekommen, die insbesondere für die Forschung und Entwicklung an den Standorten in Großbritannien bestimmt sind. In den nächsten fünf Jahren will Ford mehr als 1,7 Milliarden Euro in die Entwicklung von schadstoffarmen Benzin- und Dieselfahrzeugen stecken und auf diese Weise 2800 Arbeitsplätze im britischen Königreich sichern.
Der Automobilsektor ist wichtig für Großbritanniens Wirtschaft
Der japanische Automobilhersteller Nissan möchte das Elektroauto „Leal“ ab 2013 in seinem britischen Werk in Sunderland fertigen lassen und sichert so ebenfalls hunderte Arbeitsplätze. Die Regierung belohnt das mit 23 Millionen Euro Beihilfe und macht sich so auch diesen Autohersteller zum Freund. Die finanziellen Hilfen der britischen Regierung machen deutlich, wie wichtig die Automobilindustrie für die Wirtschaft auf der Insel ist, vor allem in Zukunft, wenn viele Autos mit neuen Motoren ausgestattet werden, will man in Großbritannien unbedingt ganz weit vorne mitspielen.
Deutsches Sorgenkind Opel
Für einen der deutschen Autobauer sieht es derzeit nicht so rosig aus, schon seit Monaten kämpft der Mutterkonzern General Motors für staatliche Hilfen, um das Tochterunternehmen Opel zu retten. Ab kommenden Mittwoch wird der Bürgschaftsausschuss wieder darüber beraten, ob es Hilfe für Opel und die deutschen Standorte geben wird oder nicht. Neben der Prüfung des Bürgschaftsausschusses verlangen die Ministerpräsidenten der betroffenen Länder, dass auch über die Möglichkeiten auf politischer Ebene beraten wird. Außerdem wollen die Ministerpräsidenten von Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle wissen, was für Forderungen GM erfüllen muss um an die staatliche Hilfe zu kommen. Auf eine endgültige Entscheidung müssen sowohl die Minister, als auch GM wohl noch warten, dann wird sich herausstellen wie es mit Opel weitergehen wird.