BMW hat im Februar ein Umsatzplus von 14 Prozent eingestrichen und verkaufte somit 91.758 Neuwagen der Marke BMW und der Tochterunternehmen Mini und Rolls-Royce. An die Verkaufszahlen von der Volkswagentochter Audi, die mit 75.900 Neuwagen um 20 Prozent anstiegen, kommen die Bayern allerdings nicht heran, auch wenn sie rein numerisch mehr Autos verkauft haben. Trotz allem ist dies nun der sechste Monat in Folge, in dem BMW seit der Wirtschafts- und Finanzkrise einen steigenden Umsatz vermerken konnten. Weniger gut schnitt Daimler ab, die im Februar 78.700 Autos unter die Menschen brachten und somit nur ein Plus von neun Prozent verbuchten.

 

Erfolgsversprechende Umsatzmärkte

Diese Umsatzzahlen sind zwar noch nicht bei optimalen Werten angekommen, allerdings zeige sich laut Experten besonders in Amerika eine sich wieder erholende Automobilkonjunktur an.

Auch der asiatische Markt zeigt für Automobilhersteller erfreuliche Tendenzen. Der chinesische Absatzmarkt hat sich im vergangenen Monat für BMW mit 96,7 Prozent beinahe verdoppelt, in den USA wurden 16,3 Prozent mehr Münchener Autos verkauft. Deutschland bildet hier das Schlusslicht mit 6,8 Prozent zusätzlich verkauften BMWs. Bis 2012 hat der Vorsitzende der Bayerischen Motorwerke vor, die operative Rendite seines Unternehmens auf acht bis zehn Prozent zu erhöhen.

Auch Audi setzt auf chinesische Käufer: Die Verkaufszahlen von 160.000 im vergangenen Jahr sollen dieses Jahr auf 200.000 gesteigert werden. Zwar war das vergangene Jahr weniger erfolgreich, doch dieses Jahr soll eine Anknüpfung an das Jahr 2008 geschehen und die Umsätze weiterhin gesteigert werden. Elf neue Modelle erscheinen 2010, auch das Flagschiff Audis, der A8, wird neu aufgelegt. Für den Großkonzern Volkswagen kann das Jahr 2010 nur besser werden als das Vorjahr, in dem mit Gewinneinbußen von 80 Prozent umgegangen werden musste.

 

Zukunftsprognosen für BMW

Die Münchener Prognosen für 2010 hören sich hingegen bescheidener an. BMW rechnet mit einem Gesamtverkauf von 1,3 Millionen Autos, ein sehr geringer Anstieg im Vergleich zum Krisenjahr 2009 mit 1,29 Millionen verkauften Autos. Erfolg bringen sollen vor allem neue Modelle, wie der 5er, der X1 und der Mini-Geländewagen. Besonders bedroht sehen sich die süddeutschen Autobauer durch den neuen A1 von Audi in Konkurrenz zu der eigenen Mini-Reihe.

Vor 2015 noch will BMW auch noch den Elektroautomarkt erobern. Das E-Mobil soll in Leipzig vom Band laufen. Im selben Zeitrahmen sollen auch gemeinsame Modelle von BMW und Mini erstellt werden, bei denen ähnliche Baupläne Kosten einsparen sollen. Ob dieses Projekt letztendlich auch durchgeführt wird, ist noch nicht sicher.