Deutsche Autohersteller investieren in die USA
Die deutschen Automobilhersteller investieren Summen in Milliardenhöhe in das Händlernetz und in Fabriken in den USA. Dabei verfolgen sie das Ziel auf dem Automarkt in den USA, der zur Zeit ebenfalls schwächelt, den amerikanischen Herstellern Marktanteile abzujagen. Dieses Vorhaben soll den Absatzeinbruch auf dem Markt in Europa, der bereits jetzt abzusehen ist, ausgleichen.
Gerade Volkswagen, BMW und Daimler, zu dem auch Smart dazu gehört, beschleunigen ihr Tempo auf dem US-amerikanischen Markt. Dabei wollen sie die Schwäche der amerikanischen Konkurrenz für sich nutzen. Obwohl besonders in den letzten Monaten große Absatzeinbrüche hingenommen werden mussten, ist die Entscheidung dahingehend gefallen, dass die genannten Unternehmen ihre Vertriebskapazitäten und die Produktion aufstocken. Der Hintergedanke bei dieser Handlung ist es, den Marktanteil, der derzeit bei sieben Prozent liegt, auf zehn Prozent aufzustocken.
Mercedes investiert ins amerikanische Händlernetz
Der Automobilmarkt in den USA gilt als der wichtigste weltweit und genau hier setzt die deutsche Autoindustrie starke Signale. Besonders Daimler, da es mit der C-Klasse sein wichtigstes Volumenmodell zukünftig zur Hälfte in Alabama herstellen und mit seinen Händlern investiert das Unternehmen rund 1,6 Milliarden Euro für die Sanierung des US-Vertriebs. Ernst Lieb, der Mercedes-US-Chef, erklärt, dass es sich beginnt auszuzahlen, dass sie in Zeiten der Wirtschaftskrise in das Händlernetz investieren. Besonders Daimler verzeichnet einen Zuwachs des Marktanteils im Luxussegment. Der Marktanteil liegt zur Zeit bei 16 Prozent und damit so hoch wie nie zuvor.
Volkswagen setzt auf den Bau einer neuen Fabrik
Der Autobauer Volkswagen hingegen entschied sich zu dem Bau einer Fabrik in Chattanooga / Tennessee. Hierfür wurden eine Milliarde Dollar seitens des Unternehmens investiert. Der Konzern will bis zum Jahr 2018 eine Millionen Autos in den USA verkauft haben. Im vergangenen Jahr waren es circa 300 000 Stück.
BMW baut seine Produktionsstätte aus
Der Hersteller BMW möchte ebenfalls gerne mit dem Tempo seiner deutschen Konkurrenz schritthalten können und baut seine Produktionsstätte in South Carolina von bisher 180 000 auf 250 000 Autos, die vom Band laufen, aus. Bis 2012 soll dieses Ziel erreicht werden. Um sich vor einem dauerhaft schwachen Dollar zu schützen, verlegen auch sie einen Teil der Produktion aus Europa in die USA.
Der schlimmste Einbruch ist auf dem Automobilmarkt der USA scheinbar schon überstanden. Laut Prognosen wird der Markt in diesem Jahr wieder um zehn bis fünfzehn Prozent auf rund zwölf Millionen Autos wachsen. Damit bleibt er viermal so groß wie der deutsche Markt und es kann davon ausgegangen werden, dass er noch mindestens bis Mitte des Jahrzehnts größer bleiben wird als der chinesische Markt.
timon on 25 Feb 2010 um 15:44 #
Durch Zufall bin ich auf diesen Blog-Beitrag aufmerksam geworden, und habe ihn mit Interesse gelesen…Danke für diese Infos…